Aktuelle Projekte

COMPANION: Entwicklung einer patientenzentrierten national anwendbaren Komplexitäts- und Case Mix Klassifikation für erwachsene Palliativpatienten basierend auf Bedürfnissen und Ressourcenverbrauch

Leitung

Gesundheitsökonomische Leitung:
Prof. Dr. R. Leidl, Prof. Dr. C. Bausewein

Konsortialleitung:
Prof. Dr. C. Bausewein

Projektförderer

Das Projekt wird mit Mitteln des Innovationsausschusses beim Gemeinsamen Bundesausschuss unter dem Förderkennzeichen 01NVF18018 gefördert.

Konsortialpartner

Prof. Dr. C. Bausewein, Klinikum der Universität München,
Prof. Dr. R. Leidl, Helmholtz Zentrum München
Prof. Dr. A.-L. Boulesteix, Ludwig Maximilians Universität München,
Prof. Dr. F. Nauck, Georg-August-Universität Göttingen,
Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin e.V.,
BARMER,
AOK Bayern,
AOK Rheinland/Hamburg,

Weitere Kooperationspartner:
Siemens Betriebskrankenkasse,
Rekrutierungszentren für spezialisierte Palliativversorgung in Deutschland

Laufzeit

36 Monate, bis 31.08.2022

Kurzbeschreibung

Über die Komplexität der Versorgungssituationen von Palliativpatienten sollen Aussagen über deren Ressourcenbedarf und Versorgungskosten getroffen werden, woraus eine patientenorientierte, national gültige Komplexitäts- und Case-Mix-Klassifikation für Palliativpatienten entwickelt werden soll.

Anhand von Routinedaten der Gesetzlichen Krankenversicherung, welche allgemeinere Aussagen zur palliativmedizinischen Versorgungssituation in Deutschland zulassen, soll zudem die Bedeutung von stationären und ambulanten Versorgungsformen der spezialisierten Palliativmedizin erfasst werden. Auf Basis dieser Datengrundlage sollen mögliche Determinanten der Inanspruchnahme von Leistungen der spezialisierten Palliativversorgung betrachtet werden.

Zielsetzung

Entwicklung einer patientenorientierten, national anwendbaren Komplexitäts- und Case-Mix-Klassifikation für erwachsene Palliativpatienten in Deutschland, basierend auf der Komplexität der palliativen Patientensituationen und dem damit verbundenen und anhand der Kosten widergespiegelten Ressourcenverbrauch (Personal, Medikation und Diagnostik).

Vorgehen

Die Zielpopulation umschließt Patienten mit fortgeschrittenen malignen und nicht-malignen Erkrankungen in der spezialisierten Palliativversorgung. Zu den Palliativeinrichtungen zählen: Palliativstationen, Palliativdienste sowie Spezialisierte Ambulante Palliativversorgungen (SAPV).

Das Projekt ist in zwei Teilprojekte gegliedert.

Teilprojekt 1 basiert auf den in den Studienzentren der spezialisierten Palliativversorgung erhobenen Primärdaten.

Es wird eine prospektive, multizentrische Querschnittsstudie zur Erhebung von Daten zu Patientenbedürfnissen und Ressourcen durchgeführt. Hierbei werden auch Informationen zur Organisation, Gemeinkosten und Leistungsdaten von den teilnehmenden Studienzentren erhobenen.  Hieraus folgt eine patientenbezogene Kostenberechnung. Außerdem wird eine Taxonomie der palliativmedizinischen Versorgungsstrukturen entwickelt. Mithilfe einer CART-Analyse der patientenbezogenen Kostendaten und der Taxonomie soll im letzten Schritt eine deutschlandweit anwendbare Case-Mix Klassifikation entwickelt werden.

Teilprojekt 2 basiert auf einer Sekundäranalyse von Krankenkassendaten von denjenigen Patienten, die innerhalb ihrer letzten 12 Lebensmonate eine spezialisierte palliativmedizinische Behandlung in Anspruch genommen haben.
Dabei wird die Inanspruchnahme, insbesondere die Art, Häufigkeit und Muster der in Anspruch genommenen palliativmedizinischen Leistungen sowie die dazugehörigen Leistungsausgaben ermittelt.

Im Anschluss an beide Teilprojekte sollen Bezügen zwischen realer Versorgung und Komplexitäts- und Case-Mix-Klassifikation hergestellt werden.