Aktuelle Projekte

PrimA-QuO: Primärärztliche Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit psychischen Auffälligkeiten und Störungen- Evaluation von Qualität und Outcomes 
Leiter/in und Team:PD Dr. L. Schwettmann, M. Murawski, P. Marijic, Dr. W. Maier
ProjektfördererDas Projekt wird mit Mitteln des Innovationsausschusses beim Gemeinsamen Bundesausschuss unter dem Förderkennzeichen 01VSF16032 gefördert
Kooperationspartner:Prof. Dr. E. Grill (LMU München)
BKK Vertragsarbeitsgemeinschaft Bayern
PaedNetz Bayern e.V.
Laufzeit:42 Monate, bis September 2020
Kurzbeschreibung:Die PrimA-QuO-Studie untersucht das Gesundheitscoaching im BKK-Programm „STARKE KIDS“, ein niedrigschwelliges und wohnortnahes Versorgungsangebot für Kinder und Jugendliche, das besonders bei leichteren psychischen Auffälligkeiten und Störungen erhebliches Potential hat, Übertherapie und Medikalisierung zu vermeiden.

Die Evaluation stützt sich auf zwei Arbeitspakete: (1) Eine qualitative und quantitative Befragungsstudie zu Fragen der theoretischen Fundierung des Programms, Analyse von Akzeptanz, Barrieren und Förderfaktoren bei Stakeholdern (LMU). (2) Eine gesundheitsökonomische Routinedatenanalyse zur Prüfung von Wirtschaftlichkeit und Effektivität (IGM).
Zielsetzung:Ziel des Projekts ist die Verbesserung der Regelversorgung von Kindern und Jugendlichen mit psychischen Auffälligkeiten und Störungen durch Standardisierung der Anamnese- und Behandlungsabläufe. Es wird überprüft, ob das BKK-Programm „STARKE KIDS- Gesundheitscoaching“ das Potenzial hat, in die Regelversorgung der GKV übernommen zu werden.
Ziel des gesundheitsökonomischen Arbeitspaketes (IGM) ist eine Evaluation mit Fokus auf Auswirkungen der Intervention auf das ärztliche Kodierverhalten und die Behandlungsverläufe sowie die Inanspruchnahme medizinischer Leistungen anhand von BKK-Routinedaten aus Bayern.
Vorgehen:Die Analyse betrachtet Routinedaten von 2012 bis 2016. Es werden individuelle Zeiträume von 4 Quartalen vor und nach dem Beginn der Teilnahme am Gesundheitscoaching (Kinderarzt) bzw. der Einschreibung in das Programm (Patient) miteinander verglichen.

Auf Arztebene wird untersucht, ob und wie sich die Einführung des Gesundheitscoachings auf Diagnosehäufigkeiten und Kodiergenauigkeit von teilnehmenden im Vergleich zu nicht-teilnehmenden Ärzten auswirkt.

Auf Patientenebene werden Kinder und Jugendliche mit den bundesweit vier häufigsten Indikationsgebieten psychischer Auffälligkeiten und Störungen gemäß der Teilnahme oder Nicht-Teilnahme des behandelnden Arztes in zwei Gruppen aufgeteilt. Diesbezüglich werden Unterschiede von Behandlungsverläufen, insbesondere die Überweisungshäufigkeit zu Fachärzten, in Kliniken, sozialpädiatrische Zentren sowie zu entsprechenden Therapeuten untersucht. Ebenso werden die Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen sowie Kosten in den einzelnen Sektoren des Gesundheitswesens im Zeitverlauf analysiert.