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Forschungsschwerpunkt

  • Das Institut für Medizinalchemie ist als Außenstelle des Helmholtz Zentrums München an der Leibniz Universität in Hannover angesiedelt. Es ist der Bereitstellung von chemischen Toolverbindungen zur Aufklärung von Mechanismen der Krankheitsentstehung, sowie der Identifizierung und Optimierung von innovativen Wirkstoffen gewidmet.

    Unser Ziel ist die Optimierung von Leitstrukturen zur Validierung neuartiger Targets und zur Entwicklung künftiger Medikamente, insbesondere zur Behandlung von Volkskrankheiten wie Diabetes oder Infektionserkrankungen.

    Darüber hinaus beschäftigen wir uns mit der synthetischen Erschließung vielversprechender Substanzklassen mit überlegenem Wirkprofil und der Etablierung innovativer Therapiekonzepte, um alternative therapeutische Möglichkeiten zu ermöglichen.

    Der Bedarf an neuen Medikamenten gegen Volkskrankheiten wie etwa Diabetes ist höher als je zuvor. Gleichzeitig wird jedoch die Entdeckung und Entwicklung neuer Medikamente immer schwieriger. Naheliegende Wirkstoffe und einfache Zielstrukturen sind mittlerweile weitgehend erforscht, zeitgleich steigen die Ansprüche an neue Medikamente bezüglich Wirksamkeit und Vermeidung von Nebenwirkungen. Um angesichts dieser Herausforderung neue Wege beschreiten zu können, stärkt das Helmholtz Zentrum München seinen Bereich Wirkstoffforschung. 

    Dazu wurde dieses neue Institut an der Universität Hannover geschaffen. Mit einer langen Tradition in der chemischen Forschung und der vorhandenen exzellenten Infrastruktur bietet die dortige Leibniz Universität hervorragende Voraussetzungen zum schnellen Aufbau eines leistungsfähigen Instituts für Medizinalchemie. Dort hat auch das Braunschweiger Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung in Hannover Aktivitäten zur Wirkstoffforschung etabliert. Diese Bündelung der Forschung zur Wirkstoffsynthese wird nun seitens der Helmholtz Gemeinschaft im Rahmen einer erfolgreichen Kooperation entscheidend gestärkt. Zusätzlich stellt das Helmholtz Zentrum München auch neue Labore am Hauptsitz in München-Neuherberg zur Verfügung.  

    Das wissenschaftliche Umfeld in München und Hannover bietet ausgezeichnete Bedingungen für die Wirkstoffforschung. Ziel unserer Forschung ist es, bislang nur schlecht verstandene biologische Vorgänge aufzuklären und therapeutisch nutzbar zu machen. Dazu wollen wir momentan wenig genutzte chemische Substanzklassen nach modernen medizinalchemischen Kriterien optimieren und so innovative Wirkstoffe herstellen.

AK Plettenburg