Forschungsschwerpunkt

  • Ziel der Forschung am Institut für Netzwerkbiology (INET) ist es, die Prinzipien von Protein-Netzwerken zu verstehen. Insbesondere steht im Fokus wie sich die Netzwerke durch Umwelteinflüsse, mikrobielle und körpereigene Botenstoffe und durch evolutionäre Prozesse verändern, um so den Organismus positiv oder negativ zu beeinflussen. Das Institut verfolgt einen interdisziplinären Forschungsansatz auf Grundlage experimenteller und theoretischer Methoden der Systembiologie.

Aktuelles

  • Pascal Falter-Braun leitet neu gegründetes Institut für Netzwerk-Biologie

     

    Prof. Dr. Pascal Falter-Braun leitet seit 1. Februar 2017 das neu gegründete Institut für Netzwerk-Biologie (INET) am Helmholtz Zentrum München. Er übernimmt damit auch die ehemalige Abteilung für Mikroben-Pflanzen Interaktionen und die Mitarbeiter dieser Abteilung. Zugleich übernahm Falter-Braun an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) den Lehrstuhl für Mikroben-Wirts-Interaktionen, der mit der Leitung des neuen Institutes am HMGU verbunden ist. Sein Forschungsinteresse gilt der Funktionsweise der komplexen Netzwerke in denen Proteine miteinander wechselwirken und deren Modulierung durch Mikroben.

    "Die Gesundheit von Menschen, Tieren und Pflanzen wird stark von Mikroben wie Bakterien, Pilzen und Viren beeinflusst", sagt Falter-Braun. Neben den krankheitsverursachenden Einflüssen von Mikroben werden vermehrt auch nutzbringende Eigenschaften von Mikroben-Wirts-Wechselwirkungen erkannt. Diese Wechselwirkungen zwischen Mikroben und Wirt können beispielsweise Menschen vor Krankheiten schützen oder Pflanzen helfen, Trockenperioden besser zu überstehen", so Falter-Braun. Daher möchte er die positiven Auswirkungen dieser Beziehungen auf die menschliche und pflanzliche Gesundheit erforschen. In seinem Forschungsprojekt StressNetAdapt, das ihm 2015 den renommierten Consolidator Grant des European Research Council (ERC) einbrachte, untersucht er auf Netzwerkebene die Grundlagen unterschiedlicher Dürretoleranz bei Pflanzen. Im Zentrum des neuen Institutes für Netzwerk-Biologie steht die Aufklärung der molekularen Netzwerke und ihrer Mechanisem mit Hilfe interdisziplinärer experimenteller und theoretischer Methoden aus der Systembiologie.

    Werdegang:

    Falter-Braun studiere Biochemie an der Universität Leipzig und der Freien Universität Berlin. Schon während seiner Promotion und anschließend als PostDoc forschte er an der Harvard University, Cambridge, USA. Später war er Gruppenleiter am Dana-Faber Cancer Institute in Boston, USA. Seit 2012 war Falter-Braun an der TU München tätig und übernimmt nun den Lehrstuhl an der LMU sowie das INET am Helmholtz Zentrum München,

     



Aktuelle Publikationen

  • 2017

    Garcia-Molina A., Altmann M.,  Alkofer A., Epple P.M., Dangl J.L., Falter-Braun P. (2017). LSU network hubs integrate abiotic and biotic stress responses via interaction with the superoxide dismutase FSD2. J Exp Bot. doi: 10.1093/jxb/erw498. [Epub ahead of print]

    2016 (by former AMP group)

    Han S., Li D., Trost E., Mayer K., Vlot A.C., Heller W., Schmid M., Hartmann A., and Rothballer M. (2016). Systemic responses of barley to the 3-hydroxy-decanoyl-homoserine lactone producing plant beneficial endophyte Acidovorax radicis N35. Frontiers Plant Sci., accepted

    Bensidhoum L.,  Elhafid N., Nassira T., Kupferschmied P., Weiss A., Rothballer M., Schmid M., Keel C. and Hartmann A. (2016). Heavy metal tolerant Pseudomonas protegens isolates from agricultural well water in northeastern Algeria with plant growth promoting, insecticidal and antifungal activities. Eur. J. Soil Biol., accepted

    Obersteiner A., Gilles S., Frank U., Beck I., Häring F., Ernst D., Rothballer M., Hartmann A., Traidl-Hoffmann C., and Schmid M. (2016). Pollen-associated microbiome correlates with pollution parameters and the allergenicity of pollen. PlosOne, in press