Zusatzversicherungen

  • Private  Haftpflichtversicherung

In Deutschland kann jeder für Schäden (z.B. Folgen von selbstverschuldeten Unfällen) haftbar gemacht werden, die er oder sie Dritten zufügt. Es ist daher üblich, eine private (Familien-)Haftpflichtversicherung abzuschließen, um sich gegen Regressforderungen zu versichern und abzusichern.

  • Private Unfallversicherung

Eine private Unfallversicherung zahlt dem Versicherungsnehmer für die im Vertrag versicherte(n) Person(en) im Versicherungsfall eine Kapitalleistung und/oder eine Unfallrente. Sie ist abzugrenzen von dem sozialen Versorgungsrecht (z.B. durch das SGB IX), der gesetzlichen Unfallversicherung (die Leistungen bei Arbeits- und Wegeunfällen, sowie bei Berufskrankheiten für die versicherte Person erbringt) und den Haftpflichtversicherungen, die durch Unfälle verursachte Schäden Dritter entstehen.
Diese verschiedenen Versicherungsarten stehen selbstständig nebeneinander, weshalb ihre Leistungen nicht gegeneinander aufgerechnet werden. Anders als in der gesetzlichen Unfallversicherung gilt der Versicherungsschutz, sofern nichts anderes vereinbart ist, für Unfälle weltweit und rund um die Uhr.

Erwerbstätige mit einem Arbeitsvertrag sind bei Arbeits- und Wegeunfälle (Anfahrtsweg zur Arbeit bzw. Heimweg von der Arbeit nach Hause) automatisch über ihrem Arbeitgeber bei der zuständigen Berufsgenossenschaft versichert. Zum umfassenden Schutz kann darüber hinaus  für mögliche Unfälle außerhalb der Arbeitszeit eine private Unfallversicherung abgeschlossen werden. 

Anders als in der Haftpflichtversicherung, wo es um die Deckung konkret berechenbarer Schäden Dritter geht, denen gegenüber die versicherte Person haftet, ist die private Unfallversicherung eine Summenversicherung, die den zu ersetzenden Schaden zuvor abstrakt festlegt. Die Kernleistung der Unfallversicherung zielt auf die finanzielle Absicherung im Falle einer dauernden Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Leistungsfähigkeit als Unfallfolge (Invalidität) hin. Die Absicherung erfolgt in der Regel in Form einer einmaligen Kapitalzahlung oder als lebenslange Rente. Durch Progressionsvereinbarungen kann sichergestellt werden, dass die Höhe der Invaliditätsleistung bei höheren Invaliditätsgraden überproportional ansteigt.