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31.07.2020

Johanna Winter veröffentlicht neue Konzepte für die Mikrostrahltherapie

Johanna Winter, Doktorandin in der Arbeitsgruppe Experimentelle Medizinische Physik, hat zusammen mit Kooperationspartnern das Konzept der Linienfokus-Röntgenröhre weiterentwickelt. Das ist ein weiterer Schritt für die vielversprechende Mikrostrahltherapie in Richtung klinische Anwendung.

© Helmholtz IRM

Präklinische Experimente haben gezeigt, dass Mikrostrahltherapie gesundes Gewebe besser schont als die konventionelle Strahlentherapie, bei gleichen Effekten auf den Tumor. Derzeit können diese Mikrostrahlen nur an wenigen großen Teilchenbeschleunigern weltweit erzeugt werden. Die Arbeitsgruppe um Stefan Bartzsch (https://www.helmholtz-muenchen.de/irm/forschung/arbeitsgruppen/experimentelle-medizinische-physik/index.html) entwickelt im Rahmen seiner Emmy- Noether-Förderung die neuartige Linienfokus-Röntgenröhre. Mit dieser soll die Mikrostrahltherapie erstmalig klinisch angewendet werden. Kooperationspartner des Projekts sind Beschleuniger-Physiker der Universität Mainz, Elektrotechniker der Hochschule München sowie Ingenieure der Technischen Universität München und des Forschungszentrums Jülich.

In den ersten Veröffentlichungen des Kooperationsprojektes stellt Johanna Winter mit ihren Kollegen neue Konzepte für die Hochspannungsversorgung und den Elektrobeschleuniger der Röntgenquelle vor. Zudem optimierte sie die Parameter des Strahlenfeldes, wie zum Beispiel die Größe des Brennflecks.

Publikation: J. Winter, Marek Galek, Christoph Matejcek, Jan J. Wilkens, Kurt Aulenbacher, Stephanie E. Combs, Stefan Bartzsch. Clinical microbeam radiation therapy with a compact source: specifications of the line-focus x-ray tube. Physics and Imaging in Radiation Oncology 14, 2020. DOI: doi.org/10.1016/j.phro.2020.05.010