Präventiver Strahlenschutz

Zentrales Anliegen der Arbeitsgruppe Präventiver Strahlenschutz ist es, potenziell gesundheitsgefährdende Strahlenexpositionen der Bevölkerung zu quantifizieren und Konzepte zu entwickeln, derartige Expositionen im Sinne präventiver Maßnahmen zu verringern und so zum Strahlenschutz der Bevölkerung beizutragen. Zu den Stärken der Arbeitsgruppe zählt das Prozessverständnis beim Transfer von Radionukliden bis zum Menschen, insbesondere die Quantifizierung der Aufnahme über die Lunge unter Anwendung spezifischer radioanalytischer Methoden.

Die Forschung der Arbeitsgruppe hat drei Hauptschwerpunkte:

1) Erfassung und Minimierung von Strahlenexpositionen der Lunge durch gas- und partikelförmige Radionuklide (z.B. Folgeprodukte von Rn-219, Rn-220, Rn-222; I-131) mit innovativen Verfahren.

2) Erfassung und Minimierung von sekundären Expositionen bei der Radiotherapie.

3) Untersuchung bisher unberücksichtigter potentieller Gesundheitsgefährdungen durch jahreszeitlich abhängige Expositionsszenarien.

Die von der Arbeitsgruppe gewonnenen Erkenntnisse dienen als Input für die biologisch-basierten Dosis-Wirkungs-Modelle der im Institut für Strahlenschutz entwickelten und angewandten Risikomodelle.