Über uns

Forschungsfokus

Die selbständige Forschungsgruppe klinische Epidemiologie (KEPI) befasst sich in enger Zusammenarbeit mit Klinikern des Klinikums Augsburg und darüber hinaus mit der Etablierung eines patientenorientierten epidemiologischen Forschungsprogramms. Die wissenschaftlichen Interessen beziehen sich auf die Früherkennung und Sekundärprävention chronischer Erkrankungen und deren Komplikationen sowie auf die Versorgungsforschung auf der Basis von Patientenkohorten und epidemiologischen Registern. Im Mittelpunkt der Arbeit stehen Erkrankungen, die für das Helmholtz Zentrums München von zentraler Bedeutung sind: Stoffwechselerkrankungen, insbesondere Typ 2-Diabetes mellitus, Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen.

Von besonderer Wichtigkeit ist dabei die Sammlung von standardisierten Informationen (inkl. Diagnosen, klinischen Untersuchungen, Behandlungen) und Bioproben sowie Langzeitdaten zum natürlichen Krankheitsverlauf. Zusammen mit den bevölkerungsbezogenen Studien in derselben Region (KORA, NAKO) wird die einzigartige epidemiologische "Forschungsregion Augsburg" (Stadt Augsburg und die beiden angrenzenden Landkreise) durch die Etablierung von Patienten-Studien weiterentwickelt und maßgeblich bereichert.

Zusammen mit dem Lehrstuhl für Epidemiologie der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München am UNIKA-T Augsburg (Leitung: Prof. Linseisen) wird sich die Forschungsgruppe "Klinische Epidemiologie" am HMGU auf folgende Aufgaben konzentrieren:

I. Die Etablierung von Patientenkohorten und epidemiologischen Registern zur Beschreibung des Krankheitsverlaufs und zur Evaluierung des Fortschritts in den Bereichen Prävention, Früherkennung, Therapie und Prognose

II. Umfassende Phänotypisierung (deep phenotyping), um relevante Subgruppen von Patienten zu identifizieren, z. B. zur Beschreibung von Patienten mit Typ 2-Diabetes- hinsichtlich des Risikos, schwere Komplikationen zu entwickeln

III. Interventionsstudien in Hochrisikogruppen und Patienten mit Stoffwechselerkrankungen zur Validierung neuer Konzepte für die (Sekundär-) Prävention.

Die enge Zusammenarbeit mit den (epidemiologischen) Instituten und Arbeitsgruppen am HMGU wird für den Erfolg der Gruppe von besonderer Bedeutung sein.