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Interdisziplinäre Forschung
13.09.2018

Helmholtz Pioneer Campus startet zweite Rekrutierungsrunde für Top-Talente

Vor knapp einem Jahr nahm der Pioneer Campus am Helmholtz Zentrum München die Arbeit auf. Die ersten Spitzenwissenschaftler haben mit ihrer interdisziplinären Stoffwechselforschung begonnen. Nun startet die zweite Rekrutierungswelle für junge Top-Talente verschiedener Fachdisziplinen. Zudem konnte kürzlich ein prominent besetzter wissenschaftlicher Beirat (Scientific Advisory Board) nominiert werden, unter Vorsitz eines wissenschaftlich, als auch politisch geschulten Nobelpreisträgers.

Erkrankungen wie Diabetes oder Fettleibigkeit beruhen auf Stoffwechselveränderungen. Damit zusammenhängende Forschungsbereiche sind etwa die Stammzellforschung, die Neuro- oder Immunbiologie und die Krebsforschung. Hier setzen die Wissenschaftler am Helmholtz Pioneer Campus mit ihrer interdisziplinären Arbeit an: „Engineering biomedical breakthroughs“ hat sich der Helmholtz Pioneer Campus (HPC) auf die Fahnen geschrieben. „Ein ambitioniertes Ziel, das man nur mit absoluten Spitzenforschern erreicht“, weiß Dr. Thomas Schwarz-Romond, Director of Operations am HPC. „Im Rahmen der ersten Ausschreibung konnten wir bereits sechs hochtalentierte Leiter unabhängiger Forschungsteams gewinnen. In der nächsten Phase wollen wir unser technologie-getriebenes Portfolio mit komplementärer Expertise ausbauen.“

Jetzt schreibt der HPC noch bis zum 1. Oktober 2018 weitere vier Teamleiter-Positionen aus (zur HPC-Webseite). „Wir suchen herausragende Talente und Erfinder mit dem Anspruch, ihre bahnbrechenden Erkenntnisse in transformierende Lösungen für die medizinischen Herausforderungen der Gesellschaft verwandeln“, sagt Prof. Dr. med. Dr. h.c. Matthias Tschöp, biomedizinischer Direktor des HPC, Humboldtprofessor und Inhaber des Lehrstuhls für Stoffwechselkrankheiten an der TU München und seit kurzem wissenschaftlicher Geschäftsführer des Helmholtz Zentrums München.

„Erfindungen neuer, biomedizinischer Technologien und brilliante Teamplayer-Qualitäten sind unerlässliche Voraussetzung für unseren interdisziplinären Ansatz“, ergänzt Prof. Dr. Vasilis Ntziachristos, HPC-Direktor für Bioengineering, gleichzeitig Direktor des Instituts für biomedizinische Bildgebung am Helmholtz Zentrum München und Inhaber des Lehrstuhls für biologische Bildgebung an der TU München. „Insbesondere setzen wir auf den Einsatz künstlicher Intelligenz in Kombination mit der Weiterentwicklung neuester Bildgebungsverfahren, das Bioengineering sowie Konzepte der synthetischen Biologie, um unser Verständnis biologischer Systeme weiter voranzutreiben und dieses Wissen schnell in transformative, medizinische Lösungen zu verwandeln.“ Umgekehrt bietet der HPC den Kandidaten ein hochmodernes und kreatives Forschungsumfeld mit bester Ausstattung, frei von den üblichen Förderanträgen und administrativer Fleißarbeit. Hier können Spitzenforscher ihre Visionen in biomedizinische Anwendungen umsetzen.

Neues Beratergremium begleitet wissenschaftliche Entwicklung

Um die Pioniere bei ihren zukunftsweisenden Ideen zu unterstützen, wurde vor kurzem ein prominent besetzter Scientific Advisory Board (SAB) nominiert: Künftig werden Prof. Dr. Dame Amanda Fisher (Imperial College London), Prof. Dr. Matthias Mann (Max-Planck-Institut für Biochemie), Dr. Stephen Quake (Universität Stanford und Co-Präsident des Chan-Zuckerberg Biohub) sowie Dr. Scott Sternson (HHMI’s Janelia Research Campus) die wissenschaftliche Entwicklung des HPC eng begleiten. Für den Vorsitz des Gremiums konnte der Nobelpreisträger Prof. Steven Chu gewonnen werden, Experte für Nanopartikel-vermittelte Bildgebung von der Universität Stanford und früherer US-Energieminister in der Obama-Administration.

„Die hochkarätige Besetzung dieses wichtigen Gremiums zeigt, dass der Pioneer Campus am Helmholtz Zentrum München auf dem richtigen Weg ist“, sagt der Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft, Prof. Dr. Otmar D. Wiestler. „Der Rat dieser Spitzenforscherinnen und Spitzenforscher wird für die weitere Entwicklung des HPC von unschätzbarem Wert sein.“ Viele Krankheitsbilder seien so komplex, dass sie sich am besten in internationalen und interdisziplinären Teams erforschen lassen. „Deshalb ist das Konzept für hochtalentierte Nachwuchsforscherinnen und -forscher aus aller Welt äußerst attraktiv. Sie können sich hier in einem hoch interaktiven Umfeld ganz auf ihre grundlegenden Fragestellungen in der biomedizinischen Forschung konzentrieren. Der HPC wird im deutschen Wissenschaftssystem ein einzigartiges Projekt sein.“

Im Artikel „Platz für Forschungspioniere“ berichtete kürzlich die Helmholtz-Gemeinschaft ausführlich über den Pioneer Campus. Zudem hält die Seite www.pioneercampus.de viele weitere Informationen bereit.


Ansprechpartner am Helmholtz Zentrum München:

Dr. Thomas Schwarz-Romond
Helmholtz Pioneer Campus
Ingolstädter Landstr. 1
85764 Neuherberg
Tel. +49 89 3187-1822
 


Das Helmholtz Zentrum München verfolgt als Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt das Ziel, personalisierte Medizin für die Diagnose, Therapie und Prävention weit verbreiteter Volkskrankheiten wie Diabetes mellitus, Allergien und Lungenerkrankungen zu entwickeln. Dafür untersucht es das Zusammenwirken von Genetik, Umweltfaktoren und Lebensstil. Der Hauptsitz des Zentrums liegt in Neuherberg im Norden Münchens. Das Helmholtz Zentrum München beschäftigt rund 2.300 Mitarbeiter und ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, der 18 naturwissenschaftlich-technische und medizinisch-biologische Forschungszentren mit rund 37.000 Beschäftigten angehören. 

Ziel des Helmholtz Pioneer Campus (HPC) ist die Etablierung eines hochdynamischen Forschungsumfeldes an der Schnittstelle verschiedener Fachdisziplinen – frei vom kontinuierlichen Druck Drittmittelanträge zu verfassen und mit minimalem Verwaltungsaufwand für die Forscher. Ein Ort für Innovation mit Startup-Optionen, eingebettet in das Helmholtz Zentrum München und damit Teil der Helmholtz-Gemeinschaft, Deutschlands größter Forschungsorganisation. HPC steht für die intelligente Verbindung von Biomedizin, Ingenieurstechnik und Digitalisierung. Hier arbeiten Top-Wissenschaftler aus aller Welt gemeinsam an neuartigen Lösungen, für die Prävention, Diagnose und Behandlung dringender medizinischer Fragestellungen. Namen und Leitbild bezieht der HPC von Hermann von Helmholtz: Arzt und Physiker, Mathematiker und Pionier angewandter Wissenschaft. 

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