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Auszeichnung
10.04.2019

Dr. Kurt Schmoller erhält Career Development Award (CDA) des HFSP

Dr. Kurt Schmoller, Nachwuchsgruppenleiter am Institut für Funktionale Epigenetik (IFE), wurde vom Human Frontier Science Program (HFSP) mit dem Career Development Award (CDA) ausgezeichnet. Die Fördersumme beträgt 300.000 US-Dollar für drei Jahre und dient dem Wissenschaftler dazu, mit Hilfe eines interdisziplinären Ansatzes, die molekularen Mechanismen zu entschlüsseln, die der Homöostase der Mitochondrien zugrunde liegen.

© Helmholtz Zentrum München

Seit August 2017 leitet Schmoller die Gruppe „Cell and Organelle Size Control“ am Institut für Funktionale Epigenetik (IFE) am Helmholtz Zentrum München.  Im Rahmen der Förderung untersucht der Biophysiker nun, wie Zellen die Biogenese der Mitochondrien mit dem Zellwachstum in Einklang bringen. Er versucht zu entschlüsseln, wie Zellen sicherstellen, dass die mitochondriale Biogenese und insbesondere die mitochondriale DNA-Replikation, quantitativ mit dem Zellwachstum koordiniert werden. Schließlich müssen die Zellen sicherstellen, dass sich während einer Populationsverdoppelungszeit auch die Menge an Mitochondrien und mtDNA verdoppelt. Dabei verknüpft Schmoller seine Kenntnisse und Methoden der Biophysik mit Forschungsansätzen aus der Zellbiologie.

 „Ich freue mich sehr, die Förderung von HFSP erhalten zu haben“, sagt Schmoller. „ Der Hauptfokus meiner Forschung beruht bisher auf der Entschlüsselung der Regulations-Prinzipien, mit denen wachsende Zellen Proteinproduktion regulieren, um zu jedem Zeitpunkt die Konzentration aller Proteine zu koordinieren. Die Förderung von HFSP ermöglicht es uns nun, thematisch in eine neue Richtung zu gehen und unsere methodischen Ansätze auf die Frage anzuwenden, wie Mitochondrienhomöostase während des Zellzyklus erreicht werden kann.“

Eine Fehlregulation der Mitochondrien beim Menschen verursacht eine Vielzahl von schweren Stoffwechselerkrankungen und neurologischen Krankheiten. Ein besseres Verständnis der molekularen Mechanismen, die der Homöostase der Mitochondrien zugrunde liegen, ist die Basis für die Erforschung von Ansätzen, um in diesen Prozess eingreifen und neue Behandlungsmöglichkeiten entwickeln zu können. Das Human Frontier Science Program ist ein Förderprogramm der International Human Frontier Science Program Organization (HFSPO) für Pionierforschung in den Biowissenschaften.

Mit dem Career Development Award (CDA) zeichnet  die HFSPO Stipendiaten aus, die ein originelles und innovatives Forschungsprogramm einreichen, das die Entwicklung neuer Forschungsansätze in den Biowissenschaften verspricht und das Forschungsgebiet deutlich voranbringt. Die Preisträger werden durch die Förderung unterstützt, nach ihrem Auslandsaufenthalt ein eigenes, unabhängiges Labor in ihrem Heimatland zu gründen und ihr eigenes Forschungsprogramm zu etablieren.

„Das HFSP fördert explizit innovative Ideen, die der Forschung thematisch eine neue Richtung geben“, betont Schmoller. „Dies ist ein wertvolles Alleinstellungsmerkmal in der Forschungs-Förderlandschaft, die ansonsten meist ausgiebige Vorarbeiten voraussetzt.“

Das Helmholtz Zentrum München verfolgt als Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt das Ziel, personalisierte Medizin für die Diagnose, Therapie und Prävention weit verbreiteter Volkskrankheiten wie Diabetes mellitus, Allergien und Lungenerkrankungen zu entwickeln. Dafür untersucht es das Zusammenwirken von Genetik, Umweltfaktoren und Lebensstil. Der Hauptsitz des Zentrums liegt in Neuherberg im Norden Münchens. Das Helmholtz Zentrum München beschäftigt rund 2.500 Mitarbeiter und ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, der 19 naturwissenschaftlich-technische und medizinisch-biologische Forschungszentren mit rund 37.000 Beschäftigten angehören. 

Das Institut für Funktionelle Epigenetik (IFE) befasst sich mit der epigenetischen Regulation von Genen. Der Fokus liegt dabei auf den sogenannten Histonproteinen, auf denen die DNA aufgewickelt ist und die den Ausschlag darüber geben können, ob ein Gen abgelesen werden kann oder nicht. Zudem erforschen die Wissenschaftler die Zusammenhänge zwischen Volkskrankheiten und den oben genannten Prozessen. Durch neuartige Methoden sind sie in der Lage, Veränderungen dieser Prozesse sogar in einzelnen Zellen nachzuweisen. 

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