Pressemitteilung

24.09.2013

Vom Alltag im Alter – Ergebnisse der KORA Age Studie

Wie gut kommen ältere Menschen im Alltag zurecht und was erschwert es ihnen, mobil zu sein, selbstständig einzukaufen oder ins Kino zu gehen? Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München und der LMU haben dazu Senioren im Raum Augsburg befragt.

Unter welchen Voraussetzungen Senioren auch im hohen Alter am gesellschaftlichen Leben teilhaben können, haben Andreas Mielck, Sozialepidemiologe am Helmholtz Zentrum München und Eva Grill, Professorin für Epidemiologie an der LMU, erforscht. Im Rahmen des Projekts „KORA-Age“ wurde untersucht, wie die Gestaltung des Wohnumfelds das Leben und die Autonomie älterer Menschen beeinflusst.

Die Ergebnisse der Studie werden  vorgestellt am:

  • 1. Oktober 2013 auf der
  • Regionalkonferenz „Wohnumfeld, Alter und Gesundheit“
  • in Augsburg

Für die Studie wurde die Lebenssituation älterer Erwachsener im Raum Augsburg und Umgebung erhoben. In Diskussionsrunden und Interviews mit Betroffenen wurden dabei insbesondere regionale Besonderheiten analysiert. „Es hängt sehr von den geografischen Gegebenheiten und der sozialen Unterstützung ab, wie aktiv ältere Menschen sein können“, sagt Eva Grill. Ein Schwachpunkt sei zum Beispiel der öffentliche Nahverkehr. „Für Ältere können schon zu knappe Umsteigezeiten bedeuten, dass sie einen Anschluss nicht bekommen“, sagt Grill. Ein zu eng getakteter Fahrplan kann ihre Mobilität erheblich einschränken.

Ziel der Studie ist es, politischen Entscheidungsträgern Impulse zu geben, ein gesundheitsförderndes Umfeld für ältere Menschen zu sichern und Präventionsprogramme zu entwickeln. Das Projekt „KORA-Age“ wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Programms „Gesundheit im Alter“ gefördert.

Zur Konferenz laden wir Sie sehr herzlich ein!

  • Regionalkonferenz „Wohnumfeld, Alter und Gesundheit“
  • 1. Oktober 2013 um 13:00 Uhr
  • Rathaus Augsburg, Rathausplatz 1, 86150 Augsburg

Um eine Anmeldung wird gebeten. Ansprechpartner für die Anmeldung sowie bei Rückfragen:

Dr. Andreas Mielck
Institut für Gesundheitsökonomie und Management im Gesundheitswesen
Helmholtz-Zentrum München
Tel.: 089 / 3187 - 4460

Professor Dr. Eva Grill
Institut für Medizinische Informationsverarbeitung, Biometrie und Epidemiologie
Tel.: 089 / 2180 – 78223
 

Weitere Informationen

Information zum Projekt

Das Helmholtz Zentrum München verfolgt als deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt das Ziel, personalisierte Medizin für die Diagnose, Therapie und Prävention weit verbreiteter Volkskrankheiten wie Diabetes mellitus und Lungenerkrankungen zu entwickeln. Dafür untersucht es das Zusammenwirken von Genetik, Umweltfaktoren und Lebensstil. Der Hauptsitz des Zentrums liegt in Neuherberg im Norden Münchens. Das Helmholtz Zentrum München beschäftigt rund 2.100 Mitarbeiter und ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, der 18 naturwissenschaftlich-technische und medizinisch-biologische Forschungszentren mit rund 34.000 Beschäftigten angehören.  www.helmholtz-muenchen.de

Die Kooperative Gesundheitsforschung in der Region Augsburg (KORA) untersucht seit über 20 Jahren die Gesundheit tausender Bürger aus dem Raum Augsburg. Ziel ist es, die Auswirkungen von Umweltfaktoren, Verhalten und Genen zu verstehen. Kernthemen der KORA-Studien sind Fragen zu Entstehung und Verlauf von chronischen Erkrankungen, insbesondere Herzinfarkt und Diabetes mellitus. Hierzu werden Risikofaktoren aus dem Bereich des Gesundheitsverhaltens (u.a. Rauchen, Ernährung, Bewegung), der Umweltfaktoren (u.a. Luftverschmutzung, Lärm) und der Genetik erforscht. Aus Sicht der Versorgungsforschung werden Fragen der Inanspruchnahme und Kosten der Gesundheitsversorgung untersucht.

Das Institut für Gesundheitsökonomie und Management im Gesundheitswesen (IGM) untersucht Ansätze zur Verbesserung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Gesundheitsversorgung. Das Gesundheitssystem steht vor der Herausforderung, allen Bürgern eine qualitativ hochwertige und finanziell tragbare medizinische Versorgung zu gewährleisten. Der rasche medizinisch-technische Fortschritt und die demographischen Veränderungen verschärfen das beschriebene Spannungsverhältnis. Eine fundierte Evaluation der Strukturen und Prozesse der gesundheitlichen Versorgung unter den Gesichtspunkten von Effektivität und Effizienz ist eine unabdingbare Voraussetzung für rationales Handeln.

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