Pressemitteilung

Allergieforschung
05.06.2018

Studienplattform für Allergiepatienten geht online

Der Allergieinformationsdienst am Helmholtz Zentrum München baut die bundesweit erste Plattform für klinische Studien zu Allergien auf. Ziel ist, für Patienten ein unabhängiges, transparentes Forum zu schaffen, auf dem sie sich über Möglichkeiten informieren können, an Studien zu ihrem allergischen Krankheitsbild teilzunehmen. Im Fokus stehen zu Beginn insbesondere Studien zu häufigen allergischen Erkrankungen wie Heuschnupfen, allergisches Asthma oder Neurodermitis.

Allergieinformationsdienst mit neuer Studienplattform

Zwischen 20 und 30 Millionen Menschen in Deutschland leiden an mindestens einer Allergie. Viele von ihnen müssen deutliche Einschränkungen ihrer Lebensqualität hinnehmen. Dem gegenüber stehen vergleichsweise wenige neue Behandlungsansätze. Umso wichtiger sind Erfolge in der klinischen Forschung.

 Der Allergieinformationsdienst des Helmholtz Zentrums München, der vom Bundesministerium für Gesundheit gefördert wird, baut nun sein online-Angebot aus und richtet eine Studienplattform als Orientierung für Patienten, Mediziner und Forschende ein. Dort finden sich für jede Studie neben Angaben zum Krankheitsbild, zu Aufnahmekriterien und Untersuchungsrahmen auch Informationen über Finanzierungsquellen und Ansprechpartner in den teilnehmenden Studienzentren. Außerdem gibt es umfangreiche Hinweise zur Organisation von Studien und zu den Rechten der Patienten.

 „Die Studienplattform ist ein weiteres Angebot, mit dem wir Patienten direkt aus der Forschung unterstützen wollen“, betont Prof. Günther Wess, CEO des Helmholtz Zentrums München. „Sie erhalten damit die Möglichkeit, sich schnell einen Überblick über aktuelle Studien zu allergischen Krankheitsbildern zu verschaffen.“ Doch könne dies nur ein Anfang sein. „Generell muss die Allergieforschung in Deutschland einen deutlich höheren Stellenwert erhalten“, erklärt Prof. Wess.

Eine Steuerungsgruppe aus fünf führenden Allergologinnen und Allergologen deutscher Universitäten und Forschungseinrichtungen begutachtet jede Studie, ehe sie auf der Plattform veröffentlicht wird. „So stellen wir sicher, dass nur Informationen zu seriösen wissenschaftlichen Studien die Patienten erreichen“, erläutert Prof. Dr. Thomas Werfel, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI) und Mitglied der Steuerungsgruppe im wissenschaftlichen Beirat des Allergieinformationsdienstes. „Die DGAKI unterstützt dieses neue Angebot ausdrücklich.“

Die Initiatoren der Plattform legen großen Wert auf Transparenz, beispielsweise bei der Offenlegung gegebenenfalls beteiligter Firmen.

Das Helmholtz Zentrum München hat in den letzten fünf Jahren zu allen drei medizinischen Forschungsschwerpunkten eigene Informationsdienste und darin verankerte Studienplattformen entwickelt. Neben dem Allergieinformationsdienst stehen Angebote für Diabetes und Lungenerkrankungen zur Verfügung. Alle drei Dienste wurden mit dem Ziel aufgebaut, bundesweit Standards zu setzen für qualitätsgesicherte, evidenzbasierte und gleichzeitig allgemein verständliche Patienteninformation im digitalen Zeitalter.

Weitere Informationen

Link zur Studienplattform des Allergieinformationsdienstes:
https://www.allergieinformationsdienst.de/forschung/studienplattform-allergie.html

Link zur Studienplattform des Diabetesinformationsdienstes:
https://www.diabetesinformationsdienst-muenchen.de/studien/index.html

Link zur Studienplattform des Lungeninformationsdienstes:
https://www.lungeninformationsdienst.de/klinische-studien/index.html

Das Helmholtz Zentrum München verfolgt als Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt das Ziel, personalisierte Medizin für die Diagnose, Therapie und Prävention weit verbreiteter Volkskrankheiten wie Diabetes mellitus, Allergien und Lungenerkrankungen zu entwickeln. Dafür untersucht es das Zusammenwirken von Genetik, Umweltfaktoren und Lebensstil. Der Hauptsitz des Zentrums liegt in Neuherberg im Norden Münchens. Das Helmholtz Zentrum München beschäftigt rund 2.300 Mitarbeiter und ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, der 18 naturwissenschaftlich-technische und medizinisch-biologische Forschungszentren mit rund 37.000 Beschäftigten angehören. 

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