Pressemitteilung

Nachwuchsförderung
06.06.2018

International Helmholtz Research School for Diabetes geht an den Start

Exzellenter Nachwuchs für die nächste Generation der Diabetesforschung – das ist der Auftrag der neuen International Helmholtz Research School for Diabetes. Dafür kooperiert das Helmholtz Zentrum München mit dem Diabetes Institute der University of Alberta in Kanada sowie der Technischen Universität München (TUM). Die Bewerbungsfrist für die erste Ausschreibungsrunde läuft noch bis 29. Juni 2018.

International Helmholtz Research School for Diabetes geht an den Start

Diabetes stellt eine der weltweit größten Herausforderungen im Bereich der öffentlichen Gesundheit dar:  400 Millionen Menschen auf der ganzen Welt sind betroffen – Tendenz steigend. Der Bedarf an innovativen Therapien und neuen Ideen für den Umgang mit dieser Volkskrankheit ist hoch. Dies macht die Ausbildung einer neuen Generation von hoch spezialisierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern besonders wichtig.

Und das ist das Ziel der neu gegründeten Graduiertenschule. „Indem wir unsere Stärken in dem neuen Studienprogramm vereinen, geben wir den Doktoranden das nötige Rüstzeug und fördern zugleich die Netzwerke von morgen“, sagt Prof. Stephan Herzig. Er ist Direktor des Instituts für Diabetes und Krebs am Helmholtz Zentrum München sowie Professor für Molekulare Stoffwechselkontrolle an der TUM. „Durch die Ausbildung der nächsten Generation hoffen wir, dass künftig beispielsweise unbekannte molekulare Mechanismen aufgedeckt oder innovative Prognoseinstrumente und therapeutische Strategien erarbeitet werden können. Langfristiges Ziel sind neue Wege zur Vorbeugung, Behandlung und letztendlich Heilung von Diabetes“ so der Sprecher der Research School.

Deren Koordinatorin Dr. Sofia Sasse ergänzt, dass neben der fundierten wissenschaftlichen Ausbildung auch auf das Training von Management-, Führungs- und Kommunikationsfähigkeiten Wert gelegt wird. Damit werden die Studentinnen und Studenten auf Führungspositionen in verschiedenen Karrierestufen vorbereitet. Auch ein Forschungsaufenthalt am Alberta Diabetes Institut soll zur Ausbildung gehören.

Die Schule bietet in einem Pilotprojekt bis zu sechs Doktorandenstellen pro Jahr für hoch qualifizierte und motivierte Studenten aller Nationalitäten, die an einem der Diabetes-Institute am Helmholtz Zentrum in München forschen möchten. 3-Jahres-Arbeitsverträge mit dem Helmholtz Zentrum sorgen für Kontinuität und die Promotion an der TUM für einen Abschluss an einer Exzellenz-Universität. Starttermin für die erfolgreichen Kandidaten ist Februar 2019, Programmsprache ist Englisch.

Bewerbungsfrist läuft noch bis 29. Juni 2018

Bewerben können sich junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit einem Master-Abschluss und großem Interesse an Diabetes, Endokrinologie, Molekularbiologie, (Epi-) Genetik, Epidemiologie und verwandten Bereichen. Die Kandidaten sollten ausgezeichnete Englischkenntnisse und Erfahrung im Labor mitbringen sowie aufgeschlossen, kommunikativ und gut organisiert sein.

Weiterführende Informationen zu Anforderungen, Bewerbungsverfahren und Projekten finden Sie unter folgendem Link: www.helmholtzresearchschool-diabetes.org/application

Das Helmholtz Zentrum München verfolgt als Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt das Ziel, personalisierte Medizin für die Diagnose, Therapie und Prävention weit verbreiteter Volkskrankheiten wie Diabetes mellitus, Allergien und Lungenerkrankungen zu entwickeln. Dafür untersucht es das Zusammenwirken von Genetik, Umweltfaktoren und Lebensstil. Der Hauptsitz des Zentrums liegt in Neuherberg im Norden Münchens. Das Helmholtz Zentrum München beschäftigt rund 2.300 Mitarbeiter und ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, der 18 naturwissenschaftlich-technische und medizinisch-biologische Forschungszentren mit rund 37.000 Beschäftigten angehören. 

Die Technische Universität München (TUM) ist mit rund 550 Professorinnen und Professoren, 41.000 Studierenden sowie 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine der forschungsstärksten Technischen Universitäten Europas. Ihre Schwerpunkte sind die Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften, Lebenswissenschaften und Medizin, verknüpft mit den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Die TUM handelt als unternehmerische Universität, die Talente fördert und Mehrwert für die Gesellschaft schafft. Dabei profitiert sie von starken Partnern in Wissenschaft und Wirtschaft. Weltweit ist sie mit dem Campus TUM Asia in Singapur sowie Verbindungsbüros in Brüssel, Kairo, Mumbai, Peking, San Francisco und São Paulo vertreten. An der TUM haben Nobelpreisträger und Erfinder wie Rudolf Diesel, Carl von Linde und Rudolf Mößbauer geforscht. 2006 und 2012 wurde sie als Exzellenzuniversität ausgezeichnet. In internationalen Rankings gehört sie regelmäßig zu den besten Universitäten Deutschlands. 

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