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Den Autoantigenen auf der Spur – neue diagnostische Methode entwickelt

Die Abteilung Proteinanalytik (PROT) hat ein neues massenspektrometrisches Verfahren entwickelt, das Autoantigene in aktiven Immunkomplexen nachweist. Damit lassen sich bislang unbekannte krankheitsassoziierte Immuntargets identifizieren. Zudem ermöglicht die Methode eine zeitliche Darstellung des Auftretens der Antigen-Antikörper-Komplexe bei einer Autoimmunerkrankung.

Gemeinsam mit Wissenschaftlern der LMU München hat das Team um Dr. Stefanie Hauck und Dr. Juliane Merl (PROT) dieses Nachweisverfahren zunächst am Beispiel der der Augenerkrankung Autoimmune Uveitis erprobt. Für den massenspektrometrischen Nachweis, bei dem Proteine anhand ihrer Molekülgröße und Sequenzen analysiert werden, etablierten sie eine neuartige Probenvorbereitung, bei der die Immunkomplexe gereinigt und durch eine organische Fällungsreaktion aufbereitet werden. So lassen sich Antigene sehr empfindlich und auch in geringsten Konzentrationen aus Körperflüssigkeiten (unter 1 femtomol/µl) nachweisen, berichten die Wissenschaftler.

 „Bei einigen Autoimmunerkrankungen sind die auslösenden Mechanismen und Autoantigene noch unbekannt“, erklärt Hauck, „dies liegt v.a. an einem Mangel geeigneter proteinbiochemischer Untersuchungsmethoden. Mithilfe des neuen Verfahrens können wir autoreaktive Immunprozesse in diversen Krankheitsstadien untersuchen und die beteiligten angegriffenen Strukturen charakterisieren.“

Die Ergebnisse zu dieser neuen Methode sind in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift ‚Journal of Proteome Research‘ veröffentlicht.

Publikation:
Merl, J. et al. (2013). Identification of autoantigens in body fluids by combining pull-downs and organic precipitations of intact immune complexes with quantitative label-free mass spectrometry, Journal of Proteome Research, doi: 10.1021/pr4005986

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