Arbeitsgruppe Nößner

Forschungsinteressen

Im Fokus der Arbeitsgruppe stehen Untersuchungen an Lymphozyten aus humanen Karzinomen. Die mit Hilfe experimenteller Testsysteme gewonnenen Erkenntnisse sollen in Zusammenarbeit mit klinischen Onkologen in neue Therapieansätze umgesetzt werden.

T-Zellen mit zytotoxischer Aktivität gegen Tumorzellen sind oft auch bei Patienten mit weit fortgeschrittener Tumorerkrankung nachzuweisen. Da die Aktivität der Lymphozyten aber offensichtlich nicht ausreichend ist, um das Tumorwachstum zu verhindern, sollen Möglichkeiten erforscht werden, um das Immunsystem der Patienten besser zu aktivieren. Dazu werden zum einen Zielstrukturen (Antigene), die auf den Tumorzellen vorhanden sind, isoliert und gegebenenfalls modifiziert, so dass sie die Zellen des Immunsystems besser stimulieren. Zum anderen werden tumorreaktive T-Zellen generiert, um sie dann dem Patienten im Sinne einer passiven Immunisierung zurückzugeben. Ein weiterer Schwerpunkt sind dendritische Zellen und Hitzeschockproteine, mit deren Hilfe Antigenpräsentation und T-Zellstimulation optimiert werden. Darüber hinaus werden in Grundlagen-orientierten Ansätzen die Mechanismen und Faktoren erarbeitet, welche dafür entscheidend sind, dass T-Lymphozyten am Ort des Tumors eine effektive Tumorbekämpfung durchführen können.

Abb.: Immunhistologische Färbung von Normalnieren-gewebe (links) und Nierenzell-karzinom (rechts). Die in rot gefärbten CD8+ T-Zellen sammeln sich in der Normalniere bevorzugt um degenerativ veränderte Glomeruli (rechts unten), während sie im Tumorgew
Abb.: Immunhistologische Färbung von Normalnieren-gewebe (links) und Nierenzell-karzinom (rechts). Die in rot gefärbten CD8+ T-Zellen sammeln sich in der Normalniere bevorzugt um degenerativ veränderte Glomeruli (rechts unten), während sie im Tumorgewebe gleichmäßig im Tumorparenchym verteilt sind. Die Zellkerne erscheinen aufgrund der Hämatoxylin-Gegenfärbung in Blau.