Oxidativer Zelltod: das Mitochondrium

Bisherige Arbeiten:

Für eine biochemische Analyse geschädigter mitochondrialer Membranen ist eine hohe Probenreinheit erforderlich. Wir setzen zusätzlich zu Zentrifugationsmethoden eine elektrophoretische Reinigung über Free Flow Elektrophorese (ZE-FFE) ein, da so, wie am Beispiel der Bäckerhefe Saccharomyces cerevisiae gezeigt, ein hoher Reinheitsgrad der Organellen erreicht werden kann (Zischka et al., Proteomics 2003 and Zischka et al., Meth. Mol. Biol. in press 2008). Dieser Ansatz leistete einen wichtigen Beitrag in Studien über eine detaillierte Proteomanalyse der Hefemitochondrien (Prokisch et al. PloS Biology, 2004) als auch über deren Beteiligung am apoptotischen Zelltod (Braun et al. J. Biol. Chem, 2006). Darüber hinaus konnten wir am Beispiel von Hefe zeigen, dass sich mittels ZE-FFE Veränderungen der mitochondrialen Membranen untersuchen lassen (Zischka et al. Mol. Cell Prot., 2006).

 

Aktuelles Arbeitsgebiet:

Wir untersuchen Auswirkungen von oxidativem Stress auf Mitochondrien, insbesondere Veränderungen, Störungen und Zerstörungen der mitochondrialen Membranen. Dazu arbeiten wir u.a. daran die analytische Trennschärfe der ZE-FFE Technologie auf Säugermitochondrien zu adaptieren (Zischka et al., Meth. Mol. Biol. in press 2008). Ziel dieser Arbeiten ist es die molekularen Strukturen zu identifizieren, die am empfindlichsten auf oxidativen Stress reagieren sowie plausible Konzepte für protektive Eingriffe zu entwickeln.

Elektronenmikroskopische Aufnahmen mittels ZE-FFE gereinigter Mitochondrien aus Rattenleber.

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