Pressemitteilung/News

Höchste Auszeichnung im Bereich der Umweltepidemiologie
06.09.2019

Annette Peters erhält John Goldsmith Award – die höchste Auszeichnung im Bereich der Umweltepidemiologie

Prof. Dr. Annette Peters, Direktorin des Instituts für Epidemiologie am Helmholtz Zentrum München, wurde kürzlich der John Goldsmith Award 2019 verliehen – die höchste Auszeichnung der Internationalen Gesellschaft für Umweltepidemiologie (ISEE). Die Auszeichnung wurde im Rahmen der Jahreskonferenz der ISEE in Utrecht vergeben, bei der Peters auch die renommierte John Goldsmith Memorial Lecture hielt. Mit der Verleihung ehrt die ISEE Peters außergewöhnliche Leistungen im Bereich der Umweltepidemiologie in den letzten Jahrzehnten.

Bild: (v.l.n.r.) Prof. Douglas Dockery, Prof. Annette Peters, Prof. Bert Brunekreef. © Helmholtz Zentrum München

Der John Goldsmith Award der ISEE wird seit 1999 jährlich an Forscher vergeben, die einen „nachhaltigen und herausragenden Beitrag zu Wissen und Praxis der Umweltepidemiologie geleistet haben“. Peters ist die erste deutsche Wissenschaftlerin, die mit dieser höchsten internationalen Auszeichnung im Bereich der Umweltepidemiologie geehrt wird. Der ISEE ist Peters‘ eng verbunden, sie ist langjähriges Mitglied und leitete die Gesellschaft von 2012 bis 2013 als Präsidentin. „Ich freue mich sehr und fühle mich geehrt, den John Goldsmith Award zu erhalten“, sagt Peters, „insbesondere da ich die Auszeichnung genau 20 Jahre nach meinem Mentor, Prof. Douglas Dockery von der Harvard School of Public Health, erhalten habe“.

Peters leitet das Institut für Epidemiologie am Helmholtz Zentrum München und ist Professorin für Epidemiologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Neben ihrer Forschungstätigkeit in München lehrte sie zehn Jahre als Adjunct Associate Professor im Department of Environmental Health an der Harvard School of Public Health. Die Umweltepidemiologie liegt der Forscherin seit Beginn ihrer Karriere am Herzen. Die studierte Biologin, Mathematikerin und Epidemiologin leistete Pionierarbeit bei der Entdeckung des Zusammenhangs von Luftschadstoffen und kardiovaskulären Erkrankungen. Zusammen mit Toxikologen zeigte sie als erste die Auswirkungen von ultrafeinen Partikeln auf die Gesundheit von Asthmatikern auf, eine Erkenntnis, die heute noch hohe Relevanz hat. Als Leiterin der Augsburger KORA-Studie und der deutschlandweiten NAKO Gesundheitsstudie liegt Annette Peters‘ Forschungsinteresse heute vor allem darin, die Rolle der Epigenetik, des Metabolismus und der Immunaktivität für das Zusammenspiel der Gene und der Umwelt zu verstehen.

Das Helmholtz Zentrum München verfolgt als Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt das Ziel, personalisierte Medizin für die Diagnose, Therapie und Prävention weit verbreiteter Volkskrankheiten wie Diabetes mellitus, Allergien und Lungenerkrankungen zu entwickeln. Dafür untersucht es das Zusammenwirken von Genetik, Umweltfaktoren und Lebensstil. Der Hauptsitz des Zentrums liegt in Neuherberg im Norden Münchens. Das Helmholtz Zentrum München beschäftigt rund 2.500 Mitarbeiter und ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, der 19 naturwissenschaftlich-technische und medizinisch-biologische Forschungszentren mit rund 37.000 Beschäftigten angehören. 

Das Institut für Epidemiologie (EPI) erforscht die Zusammenhänge von Umwelt, Lebensstil und Genetik bei der Entstehung und Progression verschiedener Krankheiten. Im Fokus stehen Stoffwechsel-, Atemwegs- und allergische Erkrankungen, aber auch Herzkreislauferkrankungen und die mentale Gesundheit. Das Ziel ist auf der einen Seite, die molekularen Mechanismen der Krankheitsentstehung in der Bevölkerung besser zu verstehen. Auf der anderen Seite dienen die wissenschaftlichen Studien dazu, neue Wege in der Prävention auf individuellerer Ebene zu gehen als auch eine evidenzbasierte Gesundheitsvorsorge durch verbesserte Umweltbedingungen zu ermöglichen. Die Forschung stützt sich unter anderem auf die einzigartigen bevölkerungsbasierten KORA-Ressourcen (Kohorte, Herzinfarktregister, Aerosol-Messstation). Folgestudien innerhalb der Kohorte ermöglichen die Untersuchung von Frühformen und Komplikationen ausgewählter chronischer Erkrankungen und deren Verbreitung in der Bevölkerung. Darüber hinaus kommen Daten und biologische Proben aus den Geburtskohorten GINI und LISA. Das Institut ist zudem federführend an Planung und Aufbau der NAKO Gesundheitsstudie beteiligt und baut das zentrale Bioproben-Lager der NAKO.

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