Pressemitteilung/News

Auszeichnung
22.10.2018

Doppelte Ehrendoktorwürde für Martin Hrabě de Angelis

Gleich zwei renommierte deutsche Universitäten verleihen dieser Tage einen Ehrendoktor an Prof. Dr. Dr. h.c. Martin Hrabě de Angelis vom Helmholtz Zentrum München und der Technischen Universität München: Ende Juli erhielt der Genetik-Experte zunächst „den Grad des Doktors der Veterinärmedizin ehrenhalber“ von der Tierärztlichen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität. Am 22. Oktober 2018 wurde ihm der Ehrendoktor der Medizinischen Fakultät der Technischen der Universität Dresden verliehen.

Prof. Dr. Dr. h.c. Martin Hrabě de Angelis im Rahmen der feierliche Verleihung der Ehrendoktorwürde der TU Dresden. © André Wirsig/ Universitätsklinikum Carl Gustav Carus an der TU Dresden

Die Ludwig-Maximillians-Universität würdigte vor allem seine Verdienste im Bereich der funktionellen Genomik und der Diabetesforschung. In den letzten 10 Jahren hat Professor Hrabě de Angelis sich in zahlreichen gemeinsamen Forschungsprojekten, wissenschaftlichen Kollaborationen und gemeinsamen Publikationen im Bereich der Diabetesforschung  für die Universität Dresden eingesetzt, heißt es in der Ankündigung des Festakts am 22. Oktober 2018. „Er hat auch einen wesentlichen Beitrag für die Entwicklung und Verstetigung der Medizinischen Fakultät der TU Dresden im Aufbau und Erhalt der Exzellenz leisten können.“.

Martin Hrabě de Angelis gehört zu den international führenden Genetikern. Seit 2000 leitet er als Direktor das Institut für Experimentelle Genetik (IEG) am Helmholtz Zentrum München und wurde 2003 auf den Lehrstuhl für Experimentelle Genetik an der Technischen Universität München berufen. Zugleich ist er Direktor des Europäischen Forschungskonsortiums INFRAFRONTIER. 2001 gründete er die German Mouse Clinic (GMC) zur systemischen Analyse von Modellen für menschliche Erkrankungen. Prof. Hrabě de Angelis publizierte über 500 Originalarbeiten und ist Autor mehrerer Fachbücher. Er leitet Forschungsprojekte auf internationaler Ebene und ist einer der Gründer sowie Vorstand des 2009 gestarteten Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD), Hrabě de Angelis ist Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften, Leopoldina.

Martin Hrabě de Angelis studierte Biologie an der Philipps-Universität in Marburg und promovierte 1994 über den Einfluss von Wachstumsfaktoren auf die frühe Embryonalentwicklung. Während seiner Zeit als Postdoc (1994-1997) am Jackson Laboratory in Bar Harbor (USA) untersuchte er den Delta/Notch Signalweg und Mausmodelle zur Somitogenese.

Weitere Informationen:

Hintergrund:
Ein ausführliches Portrait über Martin Hrabě de Angelis finden Sie auf der Webseite des Helmholtz Zentrums München.

Das Helmholtz Zentrum München verfolgt als Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt das Ziel, personalisierte Medizin für die Diagnose, Therapie und Prävention weit verbreiteter Volkskrankheiten wie Diabetes mellitus, Allergien und Lungenerkrankungen zu entwickeln. Dafür untersucht es das Zusammenwirken von Genetik, Umweltfaktoren und Lebensstil. Der Hauptsitz des Zentrums liegt in Neuherberg im Norden Münchens. Das Helmholtz Zentrum München beschäftigt rund 2.300 Mitarbeiter und ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, der 18 naturwissenschaftlich-technische und medizinisch-biologische Forschungszentren mit rund 37.000 Beschäftigten angehören. 

Ziel der Forschung des Instituts für Experimentelle Genetik (IEG) ist, Ursachen und Entstehung menschlicher Erkrankungen zu verstehen. Durch seine leitende Funktion in interdisziplinären und internationalen Konsortien hat das IEG eine weltweit führende Position in der systemischen Untersuchung von Mausmodellen für Krankheiten des Menschen und der Aufklärung von beteiligten Genen. Schwerpunkt bilden dabei Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes. Das IEG ist Gründer der Deutschen Mausklinik (GMC) und leitet das Europäische Maus Mutanten Archiv (EMMA). Zudem koordiniert das IEG die europäische Forschungsinfrastruktur Infrafrontier (ESFRI). Das IEG ist Teil des Helmholtz Diabetes Center (HDC). Dem IEG gehört die Abteilung Genomanalysezentrum (GAC) an, die die Entwicklung komplexer Krankheiten und den Umwelteinfluss bei ihrer Entstehung untersucht.

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